Über uns

Am 14. Dezember 1900 wurde der „Verband Luzerner Geschäftsagenten“ gegründet, welcher am 11. September 1918 in „Luzerner Sachwalterverband“ umbenannt wurde.
Der Berufsbegriff wurde umschrieben mit: Inkasso von Forderungen, Durchführung von Erbschafts- und Grundbuchsachen, Aufbewahrung von Streitsachen, Vertretung in Steuern und anderen Administrativangelegenheiten, Besitzerstreitsachen, Präsidialstreitsachen, Vertretung in Strafsachen vor Statthalteramt und Notariat. Dieses vielfältige Angebot rief unweigerlich den Missmut des Anwaltsverbandes hervor. Es folgten Verhandlungen und Sitzungen mit den damals bekanntesten Anwälten. Die Sachwalter steckten mir ihren Berufszielen zurück (Verzicht auf das Notariat) und die Anwälte anerkannten die Bezeichnung „Sachwalter“. Das „Sachwaltergesetz“ wurde am 6. Oktober 1942 genehmigt und blieb unverändert bis am 31. Dezember 1996.
Das Sachwaltergesetz bewährte sich und die Eignungsprüfung gab dem Sachwalter einen (früher unerwünschten) "offiziellen Anstrich“. Das Verhältnis zu den Anwälten war nun klar abgegrenzt und man respektierte sich und arbeitete zusammen.
Besonders aktiv wirkte der Verband bei der Ausarbeitung des Luzerner Mietvertrages mit, einem Gemeinschaftswerk des Luzerner Mietervereins, des Haus- und Grundeigentümerverbandes, des SVIT und des Sachwalterverbandes. Seit dem 1. Januar 1997 ist die Revision des Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes in Kraft. Ziel der Gesetzesrevision war unter anderem eine Besserstellung des sogenannten Sanierungsverfahrens. Sanieren statt liquidieren war von nun an die Devise. Das bedeutet, dass Betriebe auch während des Nachlassverfahrens weitergeführt werden können. Dabei obliegt dem Sachwalter die Verantwortung für die Geschäftsführung.
Gleichzeitig galt es, das Einführungsgesetz zum SchKG anzupassen. Das Ziel der Sachwalter war es, das hohe Niveau der SchKG-Spezialisten zu bewahren. In der Folge wurde das Sachwaltergesetz abgeschafft, die Sachwalterprüfung und das Sachwalterpatent wurden jedoch beibehalten und im Einführungsgesetz zum SchKG verankert. Der Sachwalterberuf erhielt damit eine gewisse Öffnung. Das Ziel der Qualitätserhaltung war aber erreicht und die Zusammenarbeit unter den Sachwaltern ist nach wie vor sehr gut.